FRAME
„Frame“ beschreibt eine Großform, welche sich über das gesamte Projektgebiet erstreckt und in seiner Kubatur einem überdimensionalen Rahmen gleicht. Dieser Rahmen fasst den Bauplatz, den zu bebauenden Raum und definiert.
Eine weitere Besonderheit dieses Rahmens, ist die fast zur Gänze freigespielte Erdgeschosszone. Es wird der Anschein erweckt, als würde das massiv anmutende Volumen über dem Bauplatz schweben. Die Rahmenwirkung, entsteht durch den speziellen Zuschnitt des Baukörpers. Die sehr schmale Ausformulierung der einzelnen „Wände“ des Blocks, ermöglicht diese spezielle Gebäudekubatur, die es schafft, selbst auf diesem schmalen Grundstück, einen sinnvoll zu nutzenden Freiraum im inneren der Bebauung zu erhalten. Diese Gebäudeform bringt auch mit sich, dass, wie in diesem konkreten Fall, spezielle Wohnungs- beziehungsweise Bürogrundrisse entwickelt werden müssen. Diese Grundrisse sollen nicht nur funktionieren, sondern darüber hinaus, die geringe Baukörpertiefe nutzen und Qualitäten daraus entwickeln.
Das Projekt „Frame“, kann als offenes und geschlossenes System zugleich gesehen werden.
Von außen wird dieser Block, als ein in sich abgeschlossenes Volumen wahrgenommen. Durch die geschlossene, massive Fassade wird dieser Eindruck zusätzlich verstärkt. Lediglich die transluzent verglasten Einschnitte in das massive Bauvolumen und die freigespielte Erdgeschosszone erlauben Einblicke in das Innere. So lässt sich erahnen, was sich hinter den massiven Sichtbetonwänden verbirgt.
So geschlossen der „Frame“ nach außen hin wirkt, so offen präsentiert er sich im Inneren. Nutzungsneutrale Grundrisse und der großzügige Innenhof, werden durch die von Glas dominierte Fassade scheinbar miteinander verbunden und so zu einer Einheit.
Zudem erfährt der vielfältige, öffentliche Raum im Inneren des Rahmens, durch die zum Innenhof orientierten Laubengänge, eine Erweiterung in der vertikalen Ebene. Die Fassade wird so Teil des Innenhofs und so zum öffentlichen Raum.






